BIP Fototouren im Duvenstedter Brook und auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf

Faustregeln

Wenn das Foto zu dunkel wird, weil das Licht nicht hell genug ist, dann gibt es drei Räder an denen man drehen kann: ISO-Empfindlichkeit, Blende oder Belichtungszeit. Ein hoher ISO-Wert lässt auch Fotos in der Dämmerung zu, das gleiche gilt für eine weit geöffnete Blende oder eine lange Belichtungszeit. Alle drei Funktionen, die sich natürlich auch kombinieren lassen, haben ihre Nachteile. Ist der ISO-Wert zu hoch, dann wird das Bild körnig. Eine weit geöffnete Blende ist für dir Schärfentiefe kontraproduktiv und die lange Belichtungszeit führt zu sichbaren Verwacklern.

Aber es gibt auch bei ausreichend hellen Licht Grund, einmal eines dieser Möglichkeiten einzusetzen. Denn dadurch lassen sich bestimmte Absichten gut im Foto ausdrücken. Nämlich …

ISO: Der Helligkeitsverstärker regelt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Ich würde die ’normale‘ Einstellung (ISO 100) nur dann erhöhen, wenn das Licht für eine Aufnahme nicht ausreicht. Die Erhöhung führt immer zu einer schlechteren Bildqualität, allerdings macht sich das bei modernen Kameras erst ab einem relativ hohen Wert bemerkbar.

BLENDE: Sie ist primär für die Bildschärfe verantwortlich und erst sekundär als Lichtverstärker einsetzbar. Will man Nahaufnahmen machen, die einen bewußt unscharfen Hintergrund haben, dann muß man die Blende weit öffnen. Für Landschaftsaufnahmen verkleinert man die Blendenöffnung und erhält dadurch eine durchgehende Schärfe. Und dann gibt es noch die Regel: Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht. 

BELICHTUNGSZEIT: Sie wird bei bewegten Motiven wichtig. Mit der Belichtungszeit regelt man die Gestaltung. Man kann es prima an einem Brunnen ausprobieren. Fließendes Wasser wird samtweich, wenn die Belichtungszeit sehr lang ist. Wählt man eine kurze Zeit, dann werden die Wassertropfen gestochen scharf und das Fliessen verschwindet aus dem Bild. Nicht jeder hat die ruhige Hand um die Kamera auch bei langer Belichtungszeit absolut ruhig zu halten. Ein Stativ ist hilfreich und weitet den möglichen Bereich (fast) unendlich aus. Übrigens hat die Brennweite einen direkten Einfluss auf die Verwackelung von Aufnahmen. Mit einem 55mm Objektiv sollte man 1/55 sec noch halten können, aber bei einem 200mm Teleobjektiv ist bei ca. 1/200 sec Schluß. Auch hier gilt ausprobieren, denn mit etwas Übung kann man Hände, Arme und Oberkörper deutlich ruhiger halten. Fragen Sie mal einen Schützen oder einen Biathlonsportler. Die lernen genau diese Disziplin: Ruhig atmen, konzentrieren, Schwerpunkt finden, stabil stehen. Drücken Sie den Auslöser im Rhythmus ihres Atems werden die Bilder deutlich besser als wenn Sie das nicht beachten. Es gibt also viele Wege, um sich dem perfekten Fotografieren zu nähern.

 

Hier habe ich mit weit geöffneter Blende fotografiert. Alles was nicht genau auf der Ebene lag, auf die ich scharf gestellt hatte, verschwand in der Unschärfe. Ein starkes Instrument um ein Bild zu gestalten. ISO und Zeit habe ich nicht besonders beachtet.

 

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