BIP Fototouren im Duvenstedter Brook und auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf

Spiegelreinigung

Anleitung zur Reinigung des Bildsensors

Wichtig: Ich habe es etliche Male auf die hier beschriebene Weise gemacht, übernehme aber keine Garantie, wenn ihre Kamera anschließend nicht mehr funktioniert. Es soll schon der Spiegel beim Reinigen rausgefallen sein; ich halte es für ein Gerücht. Trotzdem alles auf eigene Gefahr.

Beim Wechseln der Objektive passe ich wie ein Luchs auf. Bloß nichts fallenlassen und bloß keinen Schmutz in das geöffnete Kameragehäuse kommen lassen. Ohne Objektiv liegt das technische Herz der Kamera offen. Es kommt mir jedenfalls so vor. Trotzdem muß von Zeit zu Zeit auch dort, tief im Inneren, gereinigt werden. Staub lagert sich auf dem Sensor ab und macht sich zunehmend auf JEDEM Bild bemerkbar. Für die berührungslose Reinigung gibt es Blasebalge oder Druckluftdosen. Sie blasen den Staub einfach weg.Der Sensor wird durch einen vorgelagerten Filter*) geschützt (D5100, D7000, nicht D5200). Wenn Staub in die Kamera gelangt, und das kann auch durch angeschlossene Zoomobjektive passieren, dann setzt der sich auf diesem Filter ab. Man kann sich davor schützen, indem man die integrierte „Bildsensor-Reinigung“ aktiviert (im System-Menue zu finden). Das bewirkt eine automatische Reinigung bei jedem An-/Ausschalten der Kamera. Der Sensor wird in Vibration versetzt, der Staub wird abgeschüttelt; das funktioniert am besten, wenn die Kamera auf einer festen Unterlage steht.

*) Die eigentliche Funktion des vorgelagerten Filters ist nicht der mechanische Schutz des Sensors, sondern ein licht-technischer Schutz. Bei vielen Farben auf engsten Raum kommt es zum sog. Moiré-Effekt (TV-Moderator im gestreiften Hemd vor einem gestreiften Hintergrund). Diesen Effekt soll der Tiefpassfilter, so heißt er in voller Länge, abmildern.

 

Die Reinigungswartung

ist eigentlich einfach und sollte so ablaufen:

  1. Kamera über Netzadapter mit Strom versorgen.
  2. Objektiv abnehmen.
  3. Kamera einschalten.
  4. Menutaste drücken. Im „System“ die Option für die „Inspektion/Reinigung“ aktivieren.
  5. Der Spiegel schwenkt nach oben in die Reinigungsposition. Der Verschlussvorhang öffnet sich und gibt den Bildsensor mit dem Tiefpassfilter frei. Im Sucher bzw. auf dem Monitor wird derweil eine gepunktete Linie gezeigt. Das ist in Ordnung.
  6. Kamera mit der Öffnung nach oben/zur Lichtquelle halten. Optisch prüfen, ob Staub oder Partikel vorhanden sind.
  7. Wenn keine Schmutz erkennbar ist, erneut das Menue „Inspektion/Reinigung“ aufrufen und deaktivieren. Der Spiegel schwenkt zurück und der Verschlußvorhang schließt sich.

 

Schmutzpartikel entfernen

Wenn Schmutz auf dem Filter zu sehen ist, dann stellt sich eine Gewissensfrage: Entweder selbst Hand anlegen oder den Kundendienst (Service Point) damit beauftragen. Der Filter ist sehr empfindlich! Wer es wagen will, sollte wie folgt vorgehen:

  1. Kamera kopfüber halten, Öffnung nach vorne
  2. Spiegel in Warteposition bringen (Punkt 1-5 oben)
  3. Staub und Schmutz mit einem Blasebalg vom Filter entfernen. Keinen Pinsel, keine Berührung, auch nicht mit den Fingern.
  4. Das Menue „Inspektion/Reinigung“ aufrufen und deaktivieren. (Siehe oben, Pkt. 7)
  5. Die Öffnung mit eine Deckel oder einem Objektiv verschliessen
  6. Die Kamera ausschalten, den Netzadapter trennen.

Wenn der Schmutz so fest sitzt, dass er sich mit der Luft aus dem Blasebalg nicht lösen läßt, dann kann nur noch der Kundendienst helfen. Man kann auch Druckluft aus Dosen verwenden, aber Achtung, manchmal spritzt da erst einmal ein Schwall Feuchtigkeit heraus. Das darf auf keinen Fall auf den Filter, Sensor oder Spiegel kommen.

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